Thema Drogen behandelt
In einer Dienstversammlung der Jugendfeuerwehrwarte der Region wurde das Thema Drogen behandelt und insbesondere auf die Gefahren des Drogenkonsums hingewiesen.
Ein Experte der Drogenszene, der Sozialpädagoge Alexander Maslankowski aus Sterbfritz, referierte in einer Dienstversammlung der Feuerwehr-Jugendwarte des Unterverbandes Schlüchtern zum Thema Drogenkonsum. Maslankowski war früher Leiter der Drogentherapieeinrichtung Daumer-Haus in Schwarzenfels und arbeitet heute im Projekt Petra in Ahlersbach.
Unterverbands-Jugendfeuerwehrwart Oliver Zimmermann (Gundhelm) konnte im Feuerwehrhaus in Herolz nahezu alle Jugendwarte und –wartinnen der Feuerwehren des gesamten Altkreises Schlüchtern begrüßen. Wie er sagte, sei das Thema Drogen für diejenigen, die mit Jugendlichen arbeiten, von großer Wichtigkeit.
„Es geht nicht darum, etwas zu verbieten, sondern aufzuklären und vor den Gefahren zu warnen“, hob Alexander Maslankowski in seinem anschaulichen Vortrag hervor. Der Übergang vom Genuss von vermeintlich harmlosen Drogen zur Gewohnheit und Abhängigkeit sei schleichend. 90 Prozent aller Menschen hätten ein bestimmtes Suchtverhalten. Dies gelte besonders für Nikotin und Alkohol. Hierzulande gebe es etwa 18 Millionen Raucher, 2,5 Millionen Alkoholkranke und 1,5 Millionen Medikamenten-abhängige.
„Als Raucher verzichtet man auf etwa sieben bis zehn Jahre Lebenszeit“, wies der Referent auf die besondere Gefahr hin. Größtes Risiko sei der Lungenkrebs. Es gebe jährlich in Deutschland rund 140000 Tote durch Tabakkonsum. Der ehemalige Suchttherapeut ging auf die Auswirkungen des Nervengiftes Nikotin auf den Körper ebenso ein wie auch durch Alkohol. Durch regelmäßigen Konsum von Alkohol könnten alle Organsysteme irreparabel geschädigt werden. Insbesondere wurden das Absterben von Gehirnzellen mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie Leberschäden genannt.
Wie der Referent weiter ausführte, sei Cannabis die häufigste illegale Droge und gelte auch als beliebte Einstiegsdroge bei Jugendlichen. Beliebteste Konsumform sei das Rauchen von Joint´s. Der Wirkstoff beeinflusse das zentrale Nervensystem. „Cannabis ist, so wie es in der Drogenszene gehandelt wird, kein Heilkraut, sondern eine gefährliche Droge“, warnt Maslankowski.
Besonders als illegale Partydroge sei Ecstasy bekannt. Es verleihe regelrecht Flügel, um stundenlang tanzen zu können, ohne müde zu werden. „Ecstasy macht alles schön und bunt“. Das Gehirn werde jedoch schon durch einen einmaligen Konsum geschädigt. Eine weltweit verbreitete Rauschdroge sei das Kokain, welches über das zentrale Nervensystem eine stark gesteigerte Leistungsfähigkeit bewirke. Auf Platz eins der Abhängigkeitsliste aufgrund der besonders hohen Suchtgefahr stehe das Heroin. Eine Überdosierung sei meist tödlich, so der Referent.
Der Suchttherapeut ging auch auf den Drogenentzug ein. Am schwierigsten sei der Alkoholentzug. Er appellierte an die Jugendbetreuer aufmerksam zu sein bezüglich eines möglichen Suchtverhaltens der Jugendlichen. Die beste Prävention sei das Gespräch.
Wie UV-Jugendwart Zimmermann bekannt gab, findet die nächste Monatsdienstversammlung für alle Jugendwarte am 1. Dezember im Feuerwehrhaus in Herolz statt. Dabei werden die Termine für 2012 zusammengestellt. Der Wettbewerb Jugendflamme auf Unterverbandsebene findet am 22. April in Breitenbach statt.
Der Sozialpädagoge Alexander Maslankowski referierte zum Thema Drogen.
Text und Foto: Fritz Christ