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Herolzer Bambini-Feuerwehr besichtigt Feuerwehrstützpunkt

Die Mitglieder der im vergangenen Jahr gegründeten Herolzer Bambini-Feuerwehr informierten sich jetzt im Schlüchterner Feuerwehrstützpunkt über die dortige Arbeit.
Wie es in einem großen Feuerwehrstützpunkt aussieht, erfuhren die Kleinsten der Jugendfeuerwehr Herolz, die Bambini-Feuerwehr. Weil sie selbst einmal richtige Feuerwehr-leute werden wollen, informierten sich die Kleinen über die Arbeit der Großen im Stützpunkt der Innenstadt.

Mit der Gründung einer Kinder-Feuerwehr, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Bambini-Feuerwehr bezeichnet wird, hatte bei der Feuerwehr Herolz im Mai vergangenen Jahres eine neue Ära begonnen – und dies mit großem Erfolg. Mit sage und schreibe 35 Kindern wurde eine neue Epoche in der mehr als 75jähigen Geschichte der Herolzer Wehr eingeläutet und zugleich eine diesbezügliche Vorreiterrolle im Bereich der Stadt Schlüchtern und darüber hinaus ausgeübt.
 

Zum Hintergrund erläutert der in Herolz wohnende Schlüchterner Stadtbrandinspektor Helmut Zinkand: Während in den Jugend-feuerwehren ein Eintritt erst ab dem zehnten Lebensjahr möglich ist, können in der Bambini-Feuerwehr Kinder bereits ab dem sechsten Lebensjahr mitmachen. Ziel sei, die Kinder mit dem ehrenamtlichen Brandschutzwesen schon möglichst frühzeitig auf spielerische Weise vertraut zu machen. Betreut wird die Kindergruppe von Zinkands Tochter Stefanie, die auch die Jugendwartin der Herolzer Wehr ist. Unterstützt wird sie von Katharina Zinkand. Als ausgebildete Erzieherinnen erbringen beide optimale Bedingungen zur Betreuung des Wehrnachwuchses.
  
Beim Besuch im Schlüchterner Feuerwehrstützpunkt bekamen die Kinder von Stadtbrandinspektor Zinkand und dessen Stellvertreter Werner Kreß insbesondere auch solche Fahrzeuge gezeigt, welche nicht im Feuerwehrhaus in Herolz stehen. Von besonderem Interesse bei den Kleinen war die große Drehleiter. Wie die Wehrverantwortlichen erklärten, sei diese zur Menschenrettung sowie zur Brandbekämpfung bei Großbränden erforderlich. Im Einsatzfall gehöre zu einem kompletten Löschzug neben dem Einsatzleitwagen und verschiedenen Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugen immer auch die Drehleiter. Dass die Stützpunktwehr im zurückliegenden Jahr 176 mal alarmiert wurde, erfuhren die Kinder ebenfalls.
 
Gezeigt bekam der Wehrnachwuchs auch die verschiedenen hydraulischen Gerätschaften, mit denen eingeklemmte Personen bei schweren Verkehrsunfällen gerettet werden können. Besichtigt wurde auch die zentrale Atemschutzwerkstatt, in welcher diese Geräte gewartet werden. Die Kinder erfuhren, dass bei vielen Einsätzen zum eigenen Schutz der Wehrleute das Tragen der  Atemschutzgeräte erforderlich sei.

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Die Kinder der Bambini-Feuerwehr Herolz im Schlüchterner Feuerwehrstützpunkt mit Jugendwartin Stefanie Zinkand (links) und stellvertretendem Stadtbrandinspektor Werner Kreß (rechts).

Text und Foto: Fritz Christ