Bilanz eines ereignisreichen Jahres
Einen Rückblick auf 2011 sowie eine Vorschau auf 2012 bezüglich des Brandschutzwesens im Bergwinkel stand in einer Dienstversammlung der Verantwortlichen aller Feuerwehren der Stadt Schlüchtern auf der Agenda.
„Ein sehr arbeitsintensives Jahr liegt hinter den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Schlüchtern“, sagte Stadtbrandinspektor Helmut Zinkand in der Jahresabschluss-Dienstversammlung aller Wehrverantwortlichen im Schlüchterner Feuerwehrstützpunkt. Die Wehrführer, Stellvertreter und weitere Wehrverantwortliche aller 13 Schlüchterner Feuerwehren nahmen daran teil, ebenso Bürgermeister Falko Fritzsch und Kreisbrandinspektor Markus Busanni.
Wie Zinkand berichtete, seien die Feuerwehren der Stadt Schlüchtern in diesem Jahr bis jetzt zu 240 Einsätzen alarmiert worden, davon allein die Stützpunktwehr 160 Einsätze. Im August mussten viele Unwetter-einsätze absolviert werden. Beim jüngsten Großeinsatz, dem Dachstuhlbrand in Röhrigs, seien zwei Feuerwehrmänner verletzt worden. Dieser Einsatz habe erneut gezeigt, wie wichtig genügend taugliche Atemschutzgeräteträger seien. Diese dürften laut Zinkand nur in den Einsatz, wenn die erforderlichen Vorbedingungen hinsichtlich der vorgeschriebenen Ausbildung und der Gesundheits-überprüfung erfüllt seien.
Der Stadtbrandinspektor informierte über eine neue Alarm- und Ausrückeordnung an der Bahn-Baustelle im Schlüchterner Tunnel. Neben der Stützpunktwehr kommen die Wehren Elm, Herolz, Klosterhöfe und Wallroth im Notfall zum Einsatz. Zudem gebe es aufgrund gesetzlicher Vorgaben hinsichtlich mehr erforderlicher Einsatzkräften künftig allgemein eine neue Alarm- und Ausrückeordnung mit der Folge, dass die Stadtteilwehren mehr gefordert werden.
Sowohl Stadtbrandinspektor Zinkand als auch Bürgermeister Falko Fritzsch gingen auf verschiedene Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern ein. Drei Maßnahmen (Hohenzell, Niederzell und Klosterhöfe) seien fertig und von der Stadt ohne Zuschüsse eigenfinanziert worden. Mit Geldern aus dem staatlichen Konjunkturprogramm seien die Neubauten in Gundhelm und Hutten finanziert worden. Diesbezügliche Auseinander-setzungen seien wenig hilfreich, sagte der Bürgermeister. „Gegenseitige Schuldzuweisungen nützen nichts“. Ziel sei, die Maßnahmen bis Jahresende abzuschließen.
Im Bau ist darüber hinaus zurzeit der Neubau eines Feuerwehr-hauses in Kressenbach, wurde weiter berichtet. Erforderlich seien zudem noch Maßnahmen in Elm und Ahlersbach. Ein Neubau ist ferner für das Feuerwehrhaus in Wallroth vorgesehen. Eingegangen sei der Zuwendungsbescheid für ein neues Löschfahrzeug für die Wehr Wallroth. Anträge für Ersatz-beschaffungen seien für die Wehren Breitenbach und Hutten gestellt.
Der Bürgermeister sprach von sinnvollen Investitionen in die Sicherheit der Bevölkerung. Ziel sei es, alle Stadtteilwehren den Erfordernissen entsprechend auszustatten. Dass diese unverzichtbar seien, werde immer wieder deutlich. Ausdrücklich dankte Fritzsch den Wehrleuten nicht nur für den ehrenamtlichen Einsatzdienst, sondern auch für das großzügige Erbringen von Eigenleistungen bei allen Baumaßnahmen.
Kreisbrandinspektor Markus Busanni lobte in seinem Grußwort die Anstrengungen der Stadt Schlüchtern zur Sicherstellung des Brandschutzes. Die Feuerwehren seien stark belastet und leisteten zudem professionelle Arbeit. Aufgrund immer gefährlicher werdenden Einsätze habe die Ausbildung einen hohen Stellenwert. Notwendig sei zudem eine intensive Jugendarbeit.
Vor seiner Fertigstellung steht der Neubau des Feuerwehrhauses mit angegliedertem Gemeinschaftshausumbau in Hutten. Die Maßnahme sorgte in jüngster Zeit für reichlich Diskussionsstoff.
Text und Foto: Fritz Christ